Willst du einen Unterschied machen in dieser Welt? – Dann öffne dein Zuhause!
Willst du, dass dein Leben einen Sinn hat? – Dann öffne dein Zuhause!
Willst du etwas Schönes für Gott tun? – Dann öffne dein Zuhause!
Willst du Wunder sehen? – Dann öffne dein Zuhause!
Ich beginne meinen Artikel so, weil ich genau das alles schon erlebt habe!
Ich denke, all diese Fragen würdest du mit einem sehnsuchtsvollen „Ja“ beantworten, oder? Du suchst in deinem Leben nach Wert, Sinn, Schönheit und Wundern. Doch wie kann das geschehen? Wie kann das in deinem kleinen Leben Wirklichkeit werden?
Ich möchte dir heute einen einfachen Weg zeigen und in dir eine Sehnsucht wecken, diesen Weg zu gehen.
Er ist eigentlich ganz einfach: Öffne dein Zuhause!
Heute möchte ich dir einen Vorgeschmack geben und dir sechs Dinge nennen, die wie ein Segensschauer über dich kommen werden, wenn du anfängst, dein Zuhause – und damit auch dein Herz – für andere zu öffnen. Sechs Dinge, die Gott in dir und durch dich tun wird, wenn du Folgendes weißt:
1. Gott sagt dir: Alles gehört mir!
Vielleicht denkst du: Worin liegt denn da ein Segen? Aber genauso, wie es ein unglaublicher Segen ist, dass wir nicht uns selbst gehören, sondern Gott – und daraus unsere ganze Identität fließt –, so ist es eine unglaubliche Befreiung, wenn wir von Herzen sagen können: Mein Haus, meine Wohnung und alles, was ich habe, gehören nicht mir und sind nicht in erster Linie für mich! Sondern alles, was ich bin und was ich habe, gehört Gott.
Kannst du das von Herzen sagen? Mein Haus gehört nicht mir. Alles, was ich besitze, gehört nicht mir. Alles gehört Gott. Alles hat er mir anvertraut, damit ich ihm damit diene. Natürlich darfst du all das genießen und dich darüber freuen. Aber Gott beabsichtigt einen viel größeren Segen damit, als nur dein eigenes Leben zu berühren.
Finde die Freiheit und den Segen in dem Wissen: Alles gehört Gott! Alles stelle ich ihm zur Verfügung!
2. Gott zeigt dir, was wirklich wichtig ist
Je länger ich lebe, desto mehr spüre ich, dass es die Beziehungen sind, die unser Leben schön und wertvoll machen. Die Beziehung zu Gott in allererster Linie, aber auch die Beziehungen zu den Geschwistern und zu den Menschen, die Gott uns anvertraut hat. Ja, Gott hat auch dir Menschen anvertraut, für die du Verantwortung trägst. Damit meine ich nicht nur deine Familie, obgleich diese natürlich an erster Stelle steht. Alle Menschen, mit denen du in Kontakt bist – deine Nachbarn, deine Arbeitskollegen, die Mütter, die du im Kindergarten und in der Schule triffst –, sie alle hat Gott mit Absicht in dein Leben gestellt.
Und ich will es in unserem beziehungsarmen Deutschland herausschreien: Wir sind für Beziehungen geschaffen! Sie machen unser Leben reich. Ob dein Haus sauber ist oder nicht, ob dein Garten in tipptopp Form ist, ob immer ein aufwendiges und gesundes Essen auf dem Tisch steht – das ist nicht so wichtig wie die Nachbarin, die an deiner Tür steht und sichtlich einen Menschen braucht, der ihr das Kostbarste schenkt, was es gibt: Zeit.
Wenn du dein Zuhause und dein Herz für andere öffnest, wirst du schnell merken, welchen Segen und welche Sinnhaftigkeit Gott in dein Leben strömen lässt.
3. Gott verändert durch dich die Welt
Wollen wir nicht alle diese Welt verändern? Wollen wir sie nicht zu einem besseren Ort machen?
Als Kind träumte ich davon, in den armen Ländern dieser Welt ganz viele Waisenhäuser zu bauen, Leid zu lindern und Wunden zu verbinden. Ich wollte eine von den Schwestern der Nächstenliebe werden, eine Mutter Teresa. Die Augen armer und hungernder Kinder rührten mein Herz zutiefst an, und in meiner Zeit in Haiti, Thailand und Albanien durfte ich ein wenig davon leben.
Doch muss ich in die armen Länder dieser Welt reisen, um die Welt zu verändern? Kann ich das nicht auch zu Hause? Ja – und das ist die gute und hoffnungsvolle Botschaft. Du kannst mit deinem Leben, so unbedeutend es dir vielleicht erscheinen mag, einen großen Unterschied im Leben von Menschen um dich herum machen. Du kannst die Welt einzelner Menschen durch die Kraft Jesu verändern.
Wie? Indem du dein Herz und dein Haus öffnest. Indem du vielleicht die Einzige bist, die die einsame Oma von nebenan zu einem Kaffee einlädt – und du siehst, wie ihr Herz auflebt bei all der Lebendigkeit in deinem Zuhause (du würdest es Chaos nennen 😉).
Indem du dein Haus öffnest für die Freunde deiner Kinder. Vielleicht erleben sie bei dir zum ersten Mal eine Mama, die sich kümmert, die Interesse zeigt, die liebevoll ist, die von Jesus spricht. Vielleicht wird sich dieses Kind später an den Duft in deinem Zuhause erinnern – an den Wohlgeruch Jesu, den du in sein junges Leben verströmen durftest.
Indem du dein Zuhause öffnest für Ledige aus deiner Gemeinde. Für Jugendliche, die sich nach Orientierung sehnen. Für junge Mütter, die überfordert sind mit ihren Kleinen. Für Migranten, die noch nie das Haus von Deutschen betreten haben, obwohl sie schon zehn Jahre in Deutschland leben.
Durch dich verändert Gott das Leben von Menschen – und damit die Welt!
4. Gott tut Wunder an deinem Tisch
Ist dir schon einmal aufgefallen, wie viele Wunder geschehen sind, als Menschen mit Jesus um den Tisch saßen (oder lagen)? Großartiges geschah, wenn Menschen zusammenkamen und miteinander aßen.
Da ist Zachäus – ein unbeliebter, ungeliebter und ausgegrenzter Mann. Mit Recht, könnte man sagen. Doch Jesus geht zu ihm zum Essen. Und dann geschieht das Wunder: Ihm werden die Augen geöffnet – für Jesus und für sein eigenes sündhaftes Ich. Er darf voller Freude Buße tun (welch gute Nachricht!) und voller Freude macht er seine Fehler wieder gut.
Da ist die Sünderin. Sie kommt zu Jesus an den Tisch, liegt zu seinen Füßen und weint. Auch hier geschieht Vergebung und Lebensveränderung.
Jesus sitzt mit seinen Jüngern am letzten Abend vor der Kreuzigung zusammen und erklärt ihnen zum ersten Mal das Wunder von Brot und Wein.
Und am Ende – das ist unsere wundervolle Hoffnung – werden wir im Himmelreich alle zusammen an einem Tisch sitzen. Welche Wunder werden unsere Augen dann sehen! Jesus in all seiner Herrlichkeit.
Und weißt du was? Schon hier und heute dürfen wir Wunder erleben an unserem Esstisch. Vielleicht hört ein Mensch dort zum ersten Mal das Evangelium. Vielleicht werden an deinem Tisch Tränen geweint, die zu Umkehr und Neuanfang führen. Vielleicht findet ein Heimatloser oder Ausgestoßener an deinem Tisch eine neue Heimat – einen Ort, an dem er sein darf, an dem er geliebt wird, an dem ihm Jesus selbst begegnet.
Dein Tisch und das Essen, das du teilst, können ein heiliger Ort sein. Ein Ort, an dem Gott seine Wunder tut.
5. Gott will deine Grenzen erweitern
Vielleicht denkst du: Das klingt ja alles wunderbar – und ich will das auch … aber: Ich habe nicht die Gabe der Gastfreundschaft. Mein Haus ist ein einziges Chaos, zu klein, zu groß, zu leer, zu voll … Ich habe keine Zeit. Ich fühle mich nicht reif genug. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.
Doch genau hier möchte ich dich daran erinnern, was Gott tut: Er erweitert unsere selbstgesteckten Grenzen. Nur wenn wir bereit sind, das zuzulassen, werden wir Wunder erleben. Nur dann werden wir erfahren, wie Gott übernatürlich durch unser Leben wirkt.
Gott will dich immer weiterführen. Was er braucht, ist dein bereitwilliges Herz, das sich ihm und seinem Wirken unterstellt und sagt: Hier bin ich! Tu, was du willst! Hier ist mein Haus – dreckig, chaotisch, unaufgeräumt, laut, klein. Erweitere meine Grenzen und mach mich fähig, darüber hinwegzusehen und das zu erkennen, was du daraus machen willst.
Menschen, die in dein Haus kommen, sehen nicht zuerst, was dort alles nicht „passt“. Sie sehen das Herz, das sie liebend willkommen heißt.
Gott will und kann deine Grenzen erweitern und dich fähig machen, trotz aller Widrigkeiten dein Zuhause zu öffnen. Die Frage ist nur: Willst du das?
6. Gott beschenkt dich am meisten
Ja, wir geben viel, wenn wir andere in unser Zuhause lassen. Wir opfern Zeit, die wir für uns selbst hätten nutzen können. Wir investieren Geld, wenn wir ein leckeres Essen für viele kochen. Wir geben unser Herz, wenn wir mitfühlen und mitleiden – und das kostet Kraft. Physisch und psychisch. Keine Frage.
Dennoch: Du wirst am meisten beschenkt sein, wenn du dein Haus öffnest. Viel Segen wirst du schon hier sehen – und noch mehr darfst du erwarten. Nichts, was du aus Liebe zu Jesus tust, bleibt ungesehen oder unbelohnt.
Ich habe immer wieder gestaunt über Jesu Worte aus Matthäus:
„Und wenn jemand einem dieser Geringen nur einen Becher kalten Wassers zu trinken gibt in eines Jüngers Namen, wahrlich, ich sage euch: Er wird seinen Lohn gewiss nicht verlieren.“ (Matthäus 10,42)
Es gäbe noch vieles mehr zu sagen über das, was Gott in und durch dich tun will. Aber wisse: Es ist etwas Großes, wenn du im Kleinen anfängst, dein Herz zu öffnen und deine Tür aufzutun, damit Menschen durch dich Segen empfangen – du, die du selbst so reich beschenkt bist.
Sei mutig. Erweitere deine Grenzen. Erlebe Gottes überfließenden Segen.
„Wir haben frei und offen mit euch geredet, liebe Korinther; wir haben euch unser Herz weit geöffnet! In unserem Inneren fehlt es nicht an Platz für euch; eng ist es in euren eigenen Herzen. Macht es doch wie wir – ich spreche zu euch als zu meinen Kindern – und öffnet auch ihr euch weit!“
(2. Korinther 6,11–13)
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