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Wie der Blick auf DIESEN Jesus dein Leben verändert

Wie der Blick auf DIESEN Jesus dein Leben verändert
Photo by Mads Schmidt Rasmussen / Unsplash

Was kommt dir in den Sinn, wenn du an Jesus denkst?

Vor einigen Jahren erschien die Serie „The Chosen“, und ich finde es wunderschön, wie Jesus dort dargestellt wird – so menschlich und zugleich so göttlich in seinem Handeln. Fast automatisch entsteht der Eindruck: So sah Jesus aus. Lange Haare, dunkler Teint, mittelgroß, braune Augen.

Doch noch mehr als sein Aussehen prägen wohl sein Verhalten, seine Worte und seine Taten unser Bild von ihm. Wie er sich in Liebe und Freundlichkeit den Menschen seiner Zeit zugewandt hat. Wie er sie berührte und heilte. Wie er in das Leben von Menschen hineinsprach – mit unnachahmlicher Gnade und Wahrheit. Vielleicht denken wir auch an seine zornige Seite, wie er die Händler aus dem Tempel trieb oder den Pharisäern begegnete. Jesus hat viele Facetten, und er lässt sich nicht in ein einziges Bild fassen.

Am stärksten prägt unser Bild von Jesus jedoch, wie wir ihn persönlich erleben. Wo er zu mir gesprochen hat. Wo er mich geführt hat. Wo er mich geheilt oder befreit hat. Wo er mich bei meinem Namen gerufen hat.

Letzte Woche hatte ich so ein Erlebnis. Ich lag frühmorgens im Bett, als ich plötzlich meinen Namen hörte. Ganz leise und doch deutlich. So zärtlich und liebevoll, dass ich dachte: Das kann nur von meinem Mann kommen. Ich drehte mich zu ihm um und fragte: „Schatz, hast du mich gerufen?“

Doch er schlief tief und fest.

Sofort musste ich an Samuel denken, den Jungen, der nachts auf seinem Bett lag und dreimal gerufen wurde. Dreimal hörte er nur seinen Namen und meinte, die Stimme komme von seinem Ziehvater Eli.

Doch es war die Stimme Gottes.

Ich erschrak kurz und machte mich innerlich bereit, noch mehr zu hören. Aber es kam nichts mehr.

Und doch genügte mir die Botschaft, die allein in meinem Namen lag: Da ist jemand, der meinen Namen kennt. Der mich beim Namen ruft. Voller Liebe – und doch bestimmt. Das verändert alles.

„Aber jetzt, so spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.“ (Jesaja 43,1)

Welches Bild hast du von Jesus? Wie begegnet er dir?

Mich bewegt gerade eine Beschreibung Jesu, die vielleicht nicht die erste ist, die uns in den Sinn kommt – aber sie überwältigt mich. Ich glaube, wir sollten dieses Bild viel bewusster vor Augen haben, wenn wir an Jesus denken.

In Offenbarung 1 lesen wir:

„… von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen der Toten und dem Fürsten der Könige der Erde! Dem, der uns liebt und uns von unseren Sünden erlöst hat durch sein Blut und uns gemacht hat zu einem Königtum, zu Priestern seinem Gott und Vater: Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben; und wehklagen werden seinetwegen alle Stämme der Erde. Ja, Amen. Ich bin das Alpha und das Omega, spricht der Herr, Gott, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.“

Allein diese gewaltige Beschreibung reicht aus, um uns sprachlos zu machen, wenn wir sie nicht nur lesen, sondern die Größe und Herrlichkeit dahinter wirklich erfassen. Der Größte von allen … liebt uns. Erlöst uns. Ehrt uns.

Lasst uns wegkommen von Gedanken wie: Ach, das kenne ich schon. Das ist doch nichts Neues.

Lasst uns mit neuen Augen auf Jesus Christus schauen.

Und es geht noch weiter. Stellst du dir Jesus so vor, wie Johannes ihn sehen durfte?

„Und ich wandte mich um, die Stimme zu sehen, die mit mir redete; und als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter und inmitten der Leuchter einen, gleich einem Menschensohn, bekleidet mit einem bis zu den Füßen reichenden Gewand und an der Brust umgürtet mit einem goldenen Gürtel; sein Haupt und seine Haare waren weiß wie weiße Wolle, wie Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme, seine Füße gleich glänzendem Erz, als glühten sie im Ofen, und seine Stimme wie das Rauschen vieler Wasser. Und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne, und aus seinem Mund ging ein zweischneidiges, scharfes Schwert hervor, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne in ihrer Kraft.
Als ich ihn sah, fiel ich wie tot zu seinen Füßen. Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und des Hades.“

Kannst du dir vorstellen, was das für eine Erscheinung gewesen sein muss? Welche Herrlichkeit, Größe und Schönheit von ihm ausgegangen ist, sodass Johannes wie tot vor ihm niederfiel? Johannes, der Jünger, den Jesus liebte. Und Jesus zögert nicht. Er legt ihm die rechte Hand auf und sagt: „Fürchte dich nicht!“

Fürchte dich nicht! Wenn dieser Jesus an deiner Seite ist, kann dich nichts erschüttern. Du lebst mutig und vertrauensvoll.

Fürchte dich nicht! Höre, wie er auch deinen Namen ruft – voller Liebe. Du lebst mit der Gewissheit, geliebt und angenommen zu sein.

Fürchte dich nicht! Tod und Leben liegen in seiner Hand. Nichts und niemand kann dich aus ihr reißen. Du lebst mit der Perspektive der Ewigkeit bei ihm!

Fürchte dich nicht! Alles ist ihm unterstellt und muss dir letztlich zum Besten dienen. Du lebst mit Freude und in einem tiefen Frieden.

Welchen Jesus siehst du? Und wie verändert es dein Leben?

Ach, dass Gott uns neu die Augen öffnet für seine Herrlichkeit!

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