Ein Gebet des Loslassens
Heute las ich in einem meiner alten Bücher. Frühjahr 2022. Wir waren seit einem halben Jahr zurück in Deutschland, hatten unser ganzes Leben und unsere Vision zurück in Albanien gelassen. Ich war leer und erschöpft. Es war eine sehr schwere Zeit.
Aber ich hatte süße Zeiten mit Jesus. Und als ich das Gebet von damals heute las, da berührte es mich. Vier Jahre zurück öffnete ich meine Hände weit für Jesus und heute kann ich nur staunen, wie er sie mir gefüllt hat!
Dieses Gebet ist für dich, wenn du schmerzhaft loslassen musst und dich nach neuer Ausrichtung sehnst...
Mein Jesus,
jeden Morgen, wenn ich deinen Namen ausspreche,
durchzieht meinen Körper Wärme und Freude,
Frieden und Liebe.
Jesus, zu dir komme ich an diesem neuen Tag.
Die Sonne sagt Hallo
und zaubert die Schatten meiner Mädchen an die Wand.
Loslassen und Empfangen.
Empfangen ist zur Freundin von Loslassen geworden.

Bisher habe ich sie als Einzelne gesehen,
jede für sich.
Doch seit ich in Deutschland bin,
sind sie Menschen,
die einander tragen und stützen.
Empfangen steht schützend hinter Loslassen,
macht ihr Mut,
den Vogel fliegen zu lassen.
Nun ist noch eine dazugekommen: Öffnen.
Eigentlich nannte der Künstler sie „Happiness“,
aber für mich heißt sie „Öffnen“.

Seit dieses neue Kapitel begonnen hat, als der Schmerz des Loslassens noch in meinem Herzen brannte,
hat sie sich dazugesellt.
Sie steht am Fenster,
drei Vögel sitzen auf ihr.
Oft lasse ich sie hinausschauen,
dem Himmel entgegen.
Sie streckt sich aus,
hält alles aus
und hält nichts zurück.
Sie schaut direkt dem Licht entgegen
und die Vögel nehmen bei ihr Platz.
Einen Vogel hat sie fliegen lassen,
drei kehren zu ihr zurück.
Jesus, mein Freund und Heiland,
dich liebe ich.
Dir strecke ich mich entgegen
mit allem, was ich bin und habe,
ganz und gar.
Du hast mich begleitet,
als ich so schmerzhaft loslassen musste.
Du warst an meiner Seite.
Du hast mir geholfen
und hilfst mir noch immer
mit deiner Liebe
und deinem Trost.
Danke, dass ich sicher und geborgen sein darf bei dir.
Nie allein, nie einsam,
denn du bist immer da.
Jesus,
hier stehe ich nun.
Vieles ist vorbei,
vieles ist zu Ende gegangen.
Vieles habe ich zurückgelegt
in deine Hände.
Ja, du hast mich loslassen gelehrt
und tust es immer noch.
Du hast deinen Jüngern beim Abschied gesagt:
Auch ihr habt jetzt Traurigkeit,
aber ich werde euch wiedersehen.
Euer Herz wird sich freuen
und eure Freude wird niemand von euch nehmen.
Du, Jesus,
verwandelst Traurigkeit in Freude,
Tränen in Lachen,
Wüste in Leben,
Finsternis in Licht.
Du lässt Schmerz und Trennung zu,
um Größeres hervorzubringen:
eine Freude, die bleibt,
und Herrlichkeit ohne Ende.
Jetzt stehe ich hier vor dir.
Bereit, mich zu öffnen.
Bereit, Neues zu empfangen.
Was willst du, dass bei mir landet?
Wessen soll ich mich annehmen?
Was ist dein Plan für mich?
Manchmal werde ich innerlich ungeduldig,
will vorwärts preschen.
Doch vielleicht sagst du noch:
Halt.
Werde still.
Werde fest,
bevor Neues kommt.
Jesus, öffne meine Augen für dein Tun.
Wo du bist,
da will auch ich sein –
deine dich liebende Dienerin.
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