Heute ist Karfreitag. Wir gedenken dem Tod Jesu am Kreuz. Wir gedenken den Schmerzen des Sohnes Gottes, der sich selbst für uns dahingegeben hat – sündlos, getrieben von Liebe zu seiner Schöpfung, die seit dem Paradies in Trennung zu Gott lebte.
Getrieben von dem Wunsch, wiederherzustellen, was verloren gegangen war: Nähe und Intimität zu Gott!
Der Vorhang zerreißt
Der Vorhang im Tempel zerriss und plötzlich war der Zugang zum Allerheiligsten offen. Was für ein Schreck muss das für den Hohepriester der damaligen Zeit gewesen sein. Und was für ein Erschrecken, als der wahre Hohepriester Jesus Christus sein Leben aushauchte und rief:
"Es ist vollbracht!"
Der Weg ist offen. Die Freiheit ist erkauft. Der Boden für Wiederherstellung – getränkt mit dem Blut des Gottessohnes – ist bereit, um die schönsten Blüten der Intimität mit Gott wachsen zu lassen. Gott selbst griff ein. Er ließ uns nicht in dem Zustand der Schuld und Scham. Er hat sie bedeckt. Er hat sie gesühnt, ein für alle Mal!
Ein neues Sein
Unser Leben, unser ganzes Sein darf durchatmen. Wir dürfen unsere Augen erheben und aus dem Schutt und der Asche unseres Lebens aufstehen. Wir dürfen den anschauen, der um unserer Missetat willen durchbohrt war. Wir dürfen den anschauen, der durch seinen Tod dem Tod die Macht nahm – den Stachel, der uns unser Leben lang in Angst versetzte.
In Jesu Tod und der Auferstehung drei Tage später ist die größte Verwandlung aller Zeiten passiert:
- Vom Tod zum Leben.
- Von der Dunkelheit zum Licht.
- Von der Sklaverei in die Freiheit.
- Von Angst zu Furchtlosigkeit.
Diese Kraft der Auferstehung, diese Kraft dieser Veränderung, lebt jetzt durch den Geist Gottes in uns! In Römer 8,11schreibt Paulus:
"Wenn aber der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus Jesus aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen wegen seines in euch wohnenden Geistes."
Das verändert alles! Nicht nur, dass wir die Hoffnung der Auferstehung nach dem Tod haben. Paulus spricht hier auch schon in das Hier und Heute hinein. Der Geist Gottes wohnt in uns. Die Kraft Gottes lebt in uns. Die Kraft, die Jesus von den Toten auferweckt hat. Es gibt keine größere Kraft.
Was hat das mit uns zu tun? Was hat das mit meiner Sexualität zu tun? Was hat das mit meinen Herausforderungen in diesem Bereich zu tun? Alles! Wenn wir glauben, was Jesus am Kreuz getan hat. Wenn wir an diese Kraft Gottes glauben, die durch den Glauben in uns Wohnung genommen hat durch seinen Geist – dann verändert das alles.
Wie die Auferstehung alles verändert
1. Es verändert, wie wir uns selber sehen
Unser Körper ist ein Tempel des Heiligen Geistes. Vielleicht ist er nicht so, wie wir uns das wünschen. Vielleicht ist unser Körper müde und krank. Er ist gefühlt weit weg von einem verherrlichten Körper. Aber er ist schon heute und jetzt etwas Heiliges, von Gott geheiligt und geliebt. So dürfen wir mit Liebe und Wertschätzung auf uns schauen. Wir dürfen in Dank und Annahme und Würde das Haus Gottes bewohnen.
2. Es verändert, wie wir auf unseren Stand schauen
Wenn wir glauben, dass diese Kraft in uns wirksam ist, eine Kraft, die wie Dynamit wirkt, was ist dann noch unmöglich? Vielleicht stehst du vor Scherben. Vielleicht stehst du vor deinem eigenen Versagen. Vielleicht stehst du vor einer Hoffnungslosigkeit, die dir entgegen schreit, dass sich nie etwas verändern wird. Vielleicht stehst du vor Lustlosigkeit und Gleichgültigkeit. Vielleicht stehst du vor der Angst, allein zu bleiben.
Als Jesus am Kreuz hing und alles dunkel wurde, da sah noch niemand den glorreichen Sonntagmorgen – das leere Grab, Jesus, verherrlicht, der seine Freunde beim Namen rief. Und doch zeigt uns diese Geschichte, dass alles Große aus der Dunkelheit geboren wird. Auf der Erde war es dunkel und leer. Und Gott ließ es Licht werden durch sein mächtiges Wort. Menschliches Leben? Aus der Dunkelheit des Mutterleibes wird es geboren. Der Same, der ein wunderschöner Baum wird, in dem Vögel nisten? Aus der Dunkelheit des Bodens keimt er hervor.
3. Es verändert unseren Blick auf Sexualität
Kein anderer Bereich ist so sehr in Scham und Schuld gefangen, wie dieser. Leider gelingt es dem Teufel immer noch, uns einzureden, dass all das nichts mit Gott und seinem Erlösungswerk zu tun hat. Wie weit gefehlt! Gerade dieser Bereich ist von Gott befreit und erlöst. So schwer es uns scheint, aber Er kann und will alles in uns heil machen. Er kann uns ganz und heil machen. Durch seine Wunden sind wir geheilt.
Was auch immer deine Geschichte ist. Was auch immer dein Leben geprägt hat. Was auch immer du heute erlebst. Jesu durchbohrte Hand streckt sich aus nach dir und nennt dich bei deinem Namen, wie damals Maria am Grab. In seiner Gegenwart und durch seine Kraft wird alles verändert. Du musst nicht bleiben, wie du bist. Dein Mann muss nicht bleiben, wie er ist.
Ein Gebet am Fuße des Kreuzes
Herr Jesus Christus,
wir stehen heute still vor dem Kreuz, an dem Ort, wo deine Liebe das Schweigen brach. Wir danken dir für dein Blut, das den Boden unserer Hoffnung tränkt und für den zerrissenen Vorhang, der uns den Weg in das Herz des Vaters öffnete.
Du wahrer Hohepriester, du kennst die Dunkelheit des Grabes. Du hast den Stachel des Todes gespürt, damit wir frei atmen können. Wir bringen dir die Scherben unseres Lebens – die Bereiche, in denen es dunkel ist, die Orte in unserer Sexualität und in unserem Sein, die von Schmerz oder Leere gezeichnet sind.
Heiliger Geist, du Kraft der Auferstehung, ziehe ein in diesen Tempel, der unser Körper ist. Hauche uns neue Hoffnung und neues Leben ein. Lass aus der Dunkelheit unserer Geschichte die „schönsten Blüten der Intimität“ wachsen.
Verwandle unseren Blick, dass wir uns nicht länger durch die Linse der Defizite sehen, sondern als dein geheiligtes Eigentum. Dein „Es ist vollbracht“ gilt mir und all meinen Baustellen heute!
Lass uns wie Maria am Grab deinen Ruf hören. Nenne uns bei unserem Namen, damit die Angst der Zuversicht weicht. Wir nehmen deine Auferstehungskraft in Anspruch – für uns, für unsere Ehen, für jeden Bereich, der nach deiner heilenden Berührung schreit.
Aus dem Dunkel des Bodens lässt du das Leben keimen. In deinem Tod finden wir das Leben. In deinen Wunden finden wir Heilung.
Amen.
Die entscheidende Frage an dich:
- Lebst du in dieser Kraft der Auferstehung? 🕊️
- Nimmst du sie in deinem Leben in Anspruch? ✨
- Glaubst du wirklich, dass Gott nichts unmöglich ist? 🙌
- Schaust du auf Jesus am Kreuz und weißt, dass nichts umsonst war und dass die größten Wunder aus der Dunkelheit geboren werden? 🌑➡️☀️
Nimm dir heute bewusst Zeit. Bau dir ein Kreuz aus Nägeln oder aus Ästen. 🪵🔨 Betrachte es in der Stille. Bete zu Jesus. Bringe ihm deine Last und deine Wunden. ❤️🩹
Lass dich von ihm berühren und erlebe seine heilende Kraft und seine vollkommene Vergebung! ✝️🙏🤍
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