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Wer ist dein Jesus?

Wer ist dein Jesus?
Photo by Artem Kovalev / Unsplash

Wer ist dein Jesus?

Diese Frage hat mich herausgefordert.

Ich saß in einer Veranstaltung einer Nachbargemeinde, und ein charismatischer Prediger aus Kanada erzählte uns aus seinem Leben: wie er gelernt hat, auf Gottes Stimme zu hören, und wie er immer mehr begriffen hat, was es bedeutet, Gottes Kind zu sein – nicht ein Waisenkind!

Er erzählte, wie Gott ihn zu etwas Verrücktem aufgefordert hatte und er nicht gehorsam war. Warum? Weil er auf sich selbst und auf seine eigenen Fähigkeiten geschaut hat. Für seinen menschlichen Verstand war es einfach „unmöglich“, und darum ging er nicht los und gehorchte der Stimme und dem Auftrag Gottes nicht.

Er las dann Kolosser 3,1–4 vor. Da ist die Rede von unserem neuen Leben in Christus. Tatsächlich ist unser Leben in ihm unser eigentliches, wahres und vollkommen echtes Leben! Deshalb geht es so wenig um uns selbst, sondern voll und ganz um Christus und wer er ist.

Ich wurde an Mose erinnert: Gottes sehr guter Freund musste auch lernen, was es heißt, nicht zu fragen:
„Wer bin ich denn schon, um diesen unmöglichen Auftrag auszuführen?“
(nämlich ein Millionenvolk aus der eisernen Faust eines harten Pharao zu befreien),
sondern zu der alles entscheidenden Frage zu kommen:
„Gott, wer bist du eigentlich?“

Mag sein, du bist schon sehr lange Christ, so wie ich. Mag sein, du erinnerst dich an keine Zeit, in der du Gott nicht kanntest. Und mag sein, du sagst jetzt:
Ich kenne Gott. Ich weiß doch viel über ihn. Ich kenne meine Bibel und und und.

Aber tappe nicht in diese gefährliche Falle:
Gott mit dem Kopf zu kennen, viel Wissen zu haben und alle richtigen Antworten parat zu haben, macht dich noch nicht zu einem Nachfolger, der Jesus wirklich kennt. Es macht dich noch lange nicht zu einem Menschen, der Gott im Herzen kennt und mit ihm verbunden ist. Einem Menschen, der weiß, wer sein Gott ist.

Ich glaube, dass es in unserem Land viel zu viele Christen gibt, die Gott nicht wirklich kennen. Was würden sie sagen, wenn ich sie frage:
Wer ist dein Jesus?

Unser Land und unsere Gemeinden und unsere christlichen Familien sähen anders aus, wenn wir wirklich wüssten, wer Jesus ist.

Wer ist dein Jesus?

Diese Frage hallt noch in meinen Gedanken nach. Und ich glaube, dass sie eine alles entscheidende Frage ist.

Ist dein Jesus beschränkt auf deine Ängste und Sorgen? Hast du ihn nett eingepackt und in die Schublade gesteckt und holst ihn dann und wann heraus, wenn du ihn brauchst? Ist dein Jesus ein ferner, bestrafender Jesus – mach ja nichts falsch, aber bitte immer alles richtig?

Wer ist dein Jesus? Ist er in deinem Leben der, der er wirklich ist? Bist du immer weiter auf der Suche nach ihm? Hast du dieses Verlangen, ihn immer mehr und besser zu kennen, und lässt du es zu, dass er deine Vorstellungen sprengen darf?

Oder bleibst du lieber auf der „sicheren“ Seite (die eigentlich gar nicht sicher ist) und hältst ihn auf Abstand, damit dein Leben ja nicht aus den Nähten platzt (das tut es meistens auch so)?

Wer ist dein Jesus? Darf er alle deine kühnsten Träume übertreffen? Darf er auch in deinem Leben der Heiler und Friedensfürst sein? Darf er in dein Leben treten mit dem Anspruch, ihm nachzufolgen – koste es, was es wolle?

Siehst du in Jesus Christus den verherrlichten und zur Rechten Gottes sitzenden Sohn, der eines Tages in aller Herrlichkeit wiederkommen wird, sodass ihn alle sehen werden (auch der Kollege oder Nachbar oder Verwandte, der immer über ihn lästert …)?

Siehst du in ihm das Lamm Gottes – würdig und heilig und kostbar, allein fähig, uns mit Gott zu versöhnen durch sein Blut?

Wer ist dein Jesus?

Die Antwort auf diese Frage bestimmt, wie dein Leben verläuft. Ist er klein – wird dein Leben klein bleiben. Du wirst ihn nicht viel erleben. Andere werden ihn nicht wirklich durch dich sehen können.

Oder ist er der, der er wirklich ist – und darf er mit allem, was er ist, Raum und Platz in deinem Leben einnehmen? Darf Jesus dein Leben durcheinanderbringen? Darf er es ungemütlich machen? Darf er dich herausfordern, Dinge zu tun, die du selbst nie gewagt hättest?

Schaust du auf dich – oder auf Jesus?
Und wenn du auf ihn schaust:

Wer ist dein Jesus?


Kolosser 3,1–4
Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so sucht, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes!
Sinnt auf das, was droben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist!
Denn ihr seid gestorben, und euer Leben (euer wahres, echtes Leben) ist verborgen mit dem Christus in Gott.
Wenn der Christus, euer Leben, offenbart werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbart werden in Herrlichkeit.
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